CASE STUDY: MANAGEMENT SOFTWARE FÜR PRODUKTIONSDATEN

Entwicklung einer Managementsoftware für Produktionsdaten im laufenden Milliardenprojekt

Digitalisierung funktioniert nicht ohne Schnittstellen. Besonders bei dem Versuch, durchgängige Prozessketten über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg sicherzustellen, wird das besonders deutlich. Für die stark spezifischen Anforderungen bedarf es der Entwicklung und Integration von individuellen Anwendungen, um lückenlose Prozessketten vom Lieferanten bis zum Kunden sicherstellen zu können.

Ein internationaler Konzern aus dem Bereich Aerospace and Defence stand im Rahmen eines neuen Entwicklungsprojektes vor der drängenden Herausforderung, die Schnittstelle zwischen den eingesetzten Enterprise-Systemen und den Lieferanten zu besetzen. In diesem Zusammenhang bat uns der Kunde, eine Anwendung zu entwickeln, die sämtliche Konstruktionsdaten und dazugehörige Dateien konfigurationssicher und nachverfolgbar orchestriert und an entsprechende Lieferanten übermittelt. Der Fokus lag neben der reinen Anwendungsentwicklung auch auf der konfigurationssicheren Abbildung von mehr als hunderttausend Produktionsdaten, die sich bereits in der Produktion befanden.

Zunächst analysierte unser Team hierfür die bestehende Prozesslandschaft und das bereits eingesetzte Tooling. In Workshops mit den Stakeholdern entstand ein erstes Konzept zur Auslegung und Abbildung der Geschäftsprozesse in der neuen Anwendung. Dabei wurde ein großes Augenmerk auf die Automatisierung bestimmter Teilprozesse gelegt. Anschließend wurden die IT-Schnittstellen zu den bestehenden PLM und ERP-Systemen definiert und ein Rollen- und Rechte-Entwurf festgelegt. Am Ende dieser ersten Phase entwickelte unser Softwareentwicklungsteam einen Prototyp, um anschließend – im Rahmen einer Konzeptverifizierung mit dem Kunden – die Anforderungen abzusichern und zu schärfen.

Im zweiten Schritt wurde daraus ein MVP entwickelt. Nach Abschluss jedes vierwöchigen Entwicklungssprints wurden dann Stakeholder Reviews abgehalten, um die Anforderungen weiter iterativ zu schärfen. Gerade bei der Entwicklung von Software im stark regulierten und sicherheitskritischen Umfeld bedarf es hierbei einer Anpassung der Entwicklungsmethodik. Hierfür greifen unsere Entwicklungsexperten auf bewährte Vorgehensmodelle aus dem Umfeld vergleichbarer Großbauprojekte zurück.

Parallel zur Anwendungsentwicklung erarbeiteten wir zusammen mit dem Projektteam vor Ort ein Konzept zur Migration der bestehenden Daten aus Altsystemen und eingesetzten Tools. Hierbei wurden zusätzliche Routinen aufgesetzt, um auf Inkonsistenzen und fehlerhafte Daten aufmerksam zu machen und die Datenmigration weitestgehend zu automatisieren.

Das Ergebnis: Die Abläufe bei der Produktionsdatenübermittlung wurden mit anwenderfreundlichen Workflows abgebildet. Mit Hilfe von automatisierten Datenqualitäts- und Compliance-Prüfungen konnten die bestehenden Prozesse optimiert und die Quote von Fehlern im Übermittlungsvorgang deutlich gesenkt werden. Mit querschnittlichen Vergleichsfunktionen können in dem System Konfigurationsstände verschiedener Bauobjekte abgeglichen und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Ein Echtzeit Reporting System liefert wertvolle Kennzahlen zur Projektsteuerung. Durch die Entwicklung dieser individuellen Softwarelösung und die integrative Einbindung in die bestehende IT-Infrastruktur konnte die Prozesskette somit geschlossen und Konfigurationssicherheit nachhaltig sichergestellt werden.

Wir bedanken uns herzlich bei unserem Kunden-Projektteam für die vertrauensvolle Zusammenarbeit!

„Die nahtlose Integration der neuen Anwendung, während der bereits auf Hochtouren laufenden Produktion, war mit Sicherheit der kritischste Faktor in diesem Projekt. Durch den Einsatz bewährter Methoden aus der agilen Softwareentwicklung und engem Austausch mit den Projektteilnehmern beim Kunden konnten wir diese Herausforderung jedoch dennoch meistern und den engen Zeitplan halten“

Finn Laßmann, Projektleiter, digitalsalt GmbH

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